Harzer Wandernadel (Stempel 100, 198, 214, 215, 216) – Der sechzehnte Wandertag – 5. März 2024
So schön das Wetter auch gestern war, heute war es leider sehr trüb und regnerisch. Also beschloss ich einen Tag der Einzelwanderungen einzulegen, um weitere fünf Stempel für die Harzer Wandernadel zu sammeln.
- Start/Ziel: diverse
- Wegepunkte:
- HWN 215 „Josephshöhe (Auerberg)“
- HWN 214 „Reesbergdoline Alter Stolberg“
- HWN 198 „Glockensteine“
- HWN 100 „Ebersburg“
- HWN 216 „Lutherbuche“
- Sonderstempel: Im Schatten der Hexen LXIII. – Marktplatz Stolberg / Möbius
- Strecke: insgesamt ca. 9,78 km
- Höhenmeter: insgesamt 380 m ⇑, 380 m ⇓
Mein erster Stopp führte mich auf den Parkplatz unterhalb des Auerberges zwischen Stolberg und Schwenda. Von dort aus läuft man den ca. ein Kilometer langen Weg gerade zu aufs Josephskreuz. Da ich dieses vorher noch nie gesehen hatte, war ich sehr erstaunt, wie es plötzlich in voller Größe und Pracht aus dem Nebel auftauchte. Hier lohnt es sich sicherlich noch einmal bei besserem Wetter und geöffnetem Aussichtspunkt herzukommen.
- Start/Ziel: Parkplatz unterhalb des Auerbergs
- Wegepunkte:
- HWN 215 „Josephshöhe (Auerberg)“
- HWN 215 „Josephshöhe (Auerberg)“
- Strecke: insgesamt ca. 2,29 km
- Höhenmeter: insgesamt 80 m ⇑, 80 m ⇓







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Zu meinem zweiten Ziel heute bin ich dann ca. 15 Kilometer weiter, zum Parkplatz Heimkehle in Ortsteil Uftrungen gefahren.
- Start/Ziel: Uftrungen – Parkplatz Heimkehle
- Wegepunkte:
- HWN 214 „Reesbergdoline Alter Stolberg“
- HWN 214 „Reesbergdoline Alter Stolberg“
- Strecke: insgesamt ca. 1,2 km
- Höhenmeter: insgesamt 50 m ⇑, 20 m ⇓

Der Parkplatz Heimkehle ist von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr gebührenpflichtig und kostete im März 2024 für eine Stunde 0,50 € und für einen ganzen Tag 4,00 €. Da der Automat nicht wechselt, sollte man Kleingeld dabei haben. Auch wenn ich es für recht unwahrscheinlich hielt, dass am heutigen Tag kontrolliert werden würde, holte ich mir ein Ticket für eine Stunde, schulterte meine Rucksack und machte mich auf den Weg. Es ging gleich stetig über Treppen bergauf und schon nach kurzer Strecke kam ich beim ersten Hinweisschild zur Doline an der Heimkehle an.
Dolinen, die man manchmal auch Erdfälle nennt, entstehen übrigens durch langsame Auflösung des Kalksteins im Untergrund oder durch den Einsturz eines Hohlraums. Eindrucksvoll konnte man schon hier die Folgen diverser Einstürze beobachten.
Auf teilweise sehr matschigen Wegen ging es immer weiter bergauf, bis man nach ca. 600 Meter die Reesbergdoline erreicht.







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Weiter ging es ca. 14 Kilometer nach Steigerthal. Dort warteten die Glockensteine auf mich. Nachdem ich mein Auto am Dorfteich abgestellt hatte, erreichte ich nach einer unspektakulären Wanderung durch den Ort, entlang von Feldern am Rande eines kleines Waldstücks die Glockensteine und den Stempelkasten. Die Glockensteine sind so genannte Sühnesteine aus dem Mittelalter. Sie sollen daran erinnern, dass an dieser Stelle ein Mensch frühzeitig aus dem Leben geschieden ist. Lt. einer Sage sollen die Glockensteine bei Steigerthal daran erinnern, dass ein Glockengießermeister hier seinen Gesellen erschlagen hat, weil dieser eine bessere Arbeit zustande brachte als er selbst. Nach seiner Hinrichtung wurde er dann selber auch dort begraben.
- Start/Ziel: Steigerthal – Parkplatz am Dorfteich
- Wegepunkte:
- HWN 198 „Glockensteine“
- HWN 198 „Glockensteine“
- Strecke: insgesamt ca. 1,88 km
- Höhenmeter: insgesamt 60 m ⇑, 60 m ⇓




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Keine sieben Kilometer weiter parkte ich mein Auto in Sägemühle an dem Gasthaus „Zur Sägemühle“. Von hier aus kann man direkt zur Ebersburg wandern.
- Start/Ziel: Sägemühle – Parkplatz Gasthaus Zur Sägemühle
- Wegepunkte:
- HWN 100 „Ebersburg“
- HWN 100 „Ebersburg“
- Strecke: insgesamt ca. 1,57 km
- Höhenmeter: insgesamt 70 m ⇑, 50 m ⇓

Die Ebersburg ist eine im romanischen Baustil erreichte Burganlage, die im Laufe der Zeit niemals überbaut worden ist und somit wohl recht einmalig in Deutschland. Die Burg wird vom „Verein für lebendiges Mittelalter e. V.“ – Nordhausen/Harz gepflegt und erhalten.



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Nach nochmals 15 Kilometer Autofahrt erreichte ich Stolberg. Hier hatte ich die Möglichkeit das Auto mit Strom zu versorgen, während ich mich auf den Weg zur Lutherbuche machte.
- Start/Ziel: Stolberg – Parkplatz am Ortseingang in der Nähe des Bahnhofs
- Wegepunkte:
- HWN 216 „Lutherbuche“
- HWN 216 „Lutherbuche“
- Strecke: insgesamt ca. 2,87 km (mit einem längeren Bummel durch Stolberg :-))
Höhenmeter: insgesamt 100 m ⇑, 90 m

Der Anstieg zur Lutherbuche war mal wieder schweißtreibend. Aber die Aussicht von dort oben auf Stolberg ist wirklich schön und damit hat sich die Anstrengung mal wieder gelohnt 😉


Nachdem ich ein wenig die Aussicht genossen habe, ging es über einen direkten Weg hinunter in den Ort. Unten im Ort angekommen, machte ich erstmal einen kleinen Bummel durch die faszinierende Fachwerkstadt. Ein hübsches Fachwerkhaus reiht sich an das nächste… mich hat der Ort wirklich begeistert 🙂
Nachdem ich mich ein wenig umgesehen hatte, zog es mich zu einem kleinen Café, welches ich schon beim hinunter gehen in den Ort bemerkt hatte, das Eiscafé Feuer & Eis. Schon der Spruch draußen auf der Tafel bereitete mir trotz des trüben Wetters ein Lächeln ins Gesicht: „Wer bei einer 2 wöchigen Diät auf Kuchen und Eis verzichtet, verliert 14 Tage seines Lebens!“

Nach der Schlemmerei zog es mich noch einmal zurück in die Stadt. Ich hatte irgendwie gelesen, dass es hier einen Sonderstempel von „Im Schatten der Hexen“ geben sollte. Und tatsächlich wurde ich bei der Harzstube mit dem kleinen Holzstand für Thüriger Bratwürstchen fündig. Einmal durch die tolle bunte Tür getreten und schon war der Stempel gefunden 🙂
Das sollte dann für heute auch der letzte Stempel sein. Ich ging über die Hauptstraße zurück zum Auto und machte mich dann auf den Weg zurück ins Hotel.
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Ergebnis des Tages: Fünf reguläre Stempel für die Harzer Wandernadel und einen Sonderstempel!
Ergebnis aller Wanderungen für die Harzer Wandernadel zusammen:
- 48 Stempel für die Harzer Wandernadel (Aktueller Status: Gold)
- 6 Sonderstempel
- Gewanderte Strecke insgesamt: ca. 167,27 km
- Höhenmeter: 4.050 m ⇑, 4.320 m ⇓